Kaffee Pflanze: Anbau, Pflege und Wissenswertes für 2026

Kaffee Pflanze

Hallo, ich bin Peter vom Redaktionsteam von guten-morgen-kaffee.de. Wussten Sie, dass die Kaffee Pflanze bei guter Pflege ein beeindruckendes Alter von bis zu 80 Jahren erreichen kann? Diese langlebige Pflanze bietet mehr als nur grüne Blätter.

Immer mehr Menschen in Deutschland entdecken die Faszination, eine eigene Kaffeepflanze zu kultivieren. Es geht nicht nur um Dekoration. Die Idee, eigene Kaffeebohnen zu ernten, begeistert Hobbygärtner.

Dieser Artikel führt Sie durch die wichtigsten Schritte für 2026. Sie lernen die optimale Pflege für Ihre Coffea arabica kennen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von der Standortwahl bis zur Ernte erfolgreich sind.

Entdecken Sie, warum diese exotische Pflanze so beliebt wird. Erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene kleine Kaffeeernte realisieren können. Legen wir los!

Grundlagen der Kaffee Pflanze

Um Ihre neue Kaffeepflanze optimal zu pflegen, hilft es, ihre Herkunft und natürlichen Eigenschaften zu kennen. Dieses Wissen bildet die Basis für eine erfolgreiche Kultivierung.

Historische Herkunft und Verbreitung

Die Ursprünge des Kaffees liegen in Äthiopien. Von dort gelangte die Pflanze im 14. Jahrhundert nach Arabien. Dort entstanden die ersten Spezialitäten wie Mokka.

Der botanische Name Coffea arabica würdigt diese arabische Epoche. Heute sind Brasilien, Vietnam und Kolumbien die Hauptanbauländer.

Pflanzeneigenschaften und optische Merkmale

Bei uns wächst Coffea arabica als kompakter, immergrüner Strauch. Sie bildet einen aufrechten Haupttrieb mit waagerechten Zweigen.

In der Natur wird sie drei bis fünf Meter hoch. Im Topf erreicht sie meist nur ein bis zwei Meter.

Sie erkennen die Art an ihren dunkelgrünen, glänzenden Blättern. Diese sind lanzettlich geformt, 10-15 cm lang und haben gewellte Ränder.

Die weißen, stark duftenden Blüten erscheinen von April bis Mai in Büscheln. Die erste Blüte erfolgt oft erst nach drei bis vier Jahren.

Von über 120 bekannten Arten sind wirtschaftlich nur zwei relevant:

  • Coffea arabica für ihr feines, weniger bitteres Aroma.
  • Coffea canephora (Robusta) für ihre Widerstandsfähigkeit.

Für den Eigenanbau ist Coffea arabica die beste Wahl. Ihr Geschmack überzeugt und sie gedeiht gut in Zimmerkultur.

Standort und klimatische Anforderungen

Der optimale Platz für Ihre Kaffeepflanze kombiniert Licht, Wärme und Feuchtigkeit. Diese drei Faktoren bestimmen maßgeblich das gesunde Wachstum. Für 2026 gelten bewährte Grundsätze mit modernen Anpassungen.

Optimale Temperaturen und Luftfeuchtigkeit

Ihre Kaffeepflanze bevorzugt konstante Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Schwankungen sollten Sie unbedingt vermeiden. Die tropische Herkunft erfordert besondere Aufmerksamkeit.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 Prozent ist essenziell. Erreichen Sie dies durch regelmäßiges Besprühen oder Luftbefeuchter. Temperaturen unter 12 Grad Celsius schaden der Pflanze erheblich.

Empfohlene Standorte im Haus und Außenbereich

Wählen Sie einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ost- oder Westfenster bieten ideale Lichtverhältnisse. Südfenster benötigen entsprechenden Sonnenschutz.

Als Zimmerpflanze gedeiht sie hervorragend in Wohnräumen oder Wintergärten. Im Freien ist nur bei stabilen Temperaturen über 15 Grad Celsius möglich. Schützen Sie die Pflanze besonders vor Zugluft und Kälte.

Der richtige Platz garantiert langfristigen Erfolg mit Ihrer Kaffeepflanze. Moderne Raumklimageräte helfen 2026 bei der optimalen Einstellung.

Boden und Erde: Voraussetzungen für erfolgreiches Wachstum

Die Qualität der Erde beeinflusst direkt die Vitalität und Entwicklung Ihres Kaffeestrauchs. Ein optimales Substrat bildet die Basis für gesundes Wachstum.

Die richtige Erdmischung imitiert die natürlichen Bedingungen tropischer Bergwälder. Sie gewährleistet gute Drainage und ausreichende Nährstoffversorgung.

Die richtige Mischung aus Gartenerde und Kompost

Für Ihre Kaffeepflanze benötigen Sie eine spezielle Erdzusammensetzung. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen. Diese sauren Bedingungen entsprechen den natürlichen Vorlieben der Art.

Mischen Sie normale Gartenerde mit Sand und Kompost im Verhältnis 2:1:1. Diese Kombination schafft lockere, durchlässige Struktur. Sie verhindert Staunässe und Wurzelfäule.

Wählen Sie einen Topf mit ausreichenden Drainagelöchern. Das gewährleistet optimalen Wasserabfluss. Für detaillierte Informationen zu Kaffeeanbau Böden stehen spezielle Ressourcen zur Verfügung.

Erdtyp pH-Wert Eignung Mischungsverhältnis
Eigenmischung 5,5-6,5 Optimal 2 Teile Erde, 1 Sand, 1 Kompost
Rhododendron-Erde 4,5-5,5 Sehr gut Rein oder mit Sand gemischt
Kübelpflanzenerde 6,0-7,0 Gut Mit Sand und Kompost anreichern
Tropensubstrat 5,0-6,0 Ideal Fertig gemischt verwenden

Erneuern Sie die Erde regelmäßig beim Umtopfen. Nährstoffe erschöpfen sich mit der Zeit. Frisches Substrat fördert kontinuierliches Wachstum.

Bewässerungstechniken und Wasserbedarf

Wasserqualität und Gießrhythmus sind entscheidende Faktoren für gesundes Wachstum. Die richtige Feuchtigkeitsversorgung verhindert häufige Pflegefehler und fördert kräftige Entwicklung.

Geschicktes Gießen mit weichem, zimmerwarmem Wasser

Verwenden Sie ausschließlich weiches, zimmerwarmes Wasser für Ihre Kaffeepflanze. Kalkhaltiges Leitungswasser kann zu Schäden führen. Regenwasser oder gefiltertes Wasser bieten ideale Bedingungen.

Halten Sie den Wurzelballen konstant leicht feucht. Staunässe müssen Sie unbedingt vermeiden. Entfernen Sie überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach dem Gießen.

In der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst gießen Sie etwa ein- bis zweimal täglich. Passen Sie die Häufigkeit an Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit an. Im Winter reduzieren Sie auf ein- bis zweimal wöchentlich.

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Prüfen Sie vor jedem Gießen die Bodenfeuchtigkeit mit dem Finger. Die oberste Erdschicht darf leicht antrocknen. Der Wurzelballen sollte nie komplett austrocknen.

Überwässerung führt zu Wurzelfäule und braunen Blatträndern. Besprühen Sie regelmäßig die Blätter mit weichem Wasser. Dies erhöht die Luftfeuchtigkeit und entfernt Staub.

Düngung und saisonale Pflegehinweise

Die gezielte Nährstoffversorgung ist ein Schlüssel für kräftiges Wachstum und üppige Blüten. Eine angepasste Pflege über das Jahr hinweg sorgt für eine vitale und gesunde Kaffeepflanze.

Empfohlene Düngemittel und Düngeintervalle

Von April bis September, der Hauptwachstumszeit, benötigt Ihr Strauch regelmäßig Nährstoffe. Geben Sie wöchentlich einen flüssigen Blütenpflanzendünger. Mischen Sie ihn immer mit dem Gießwasser.

Im Winter, der Ruhephase, reduzieren Sie die Gaben deutlich. Ein Dünger alle vier bis sechs Wochen reicht dann völlig aus.

Ein nachhaltiger Helfer ist Kaffeesatz. Er liefert Stickstoff und hält den pH-Wert der Erde sauer.

Tragen Sie den Dünger stets auf feuchte Erde auf. So vermeiden Sie Wurzelverbrennungen. Die Nährstoffaufnahme wird optimiert.

Im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt, steigern Sie Wasser- und Düngegaben langsam. Beobachten Sie Ihre Kaffeepflanze aufmerksam. Helle oder gelbe Blätter können auf Nährstoffmangel hinweisen.

Für 2026 sind organische Langzeitdünger eine moderne Option. Arbeiten Sie sie im Frühjahr in die Erde ein. Sie versorgen Ihre Pflanze über Monate gleichmäßig.

Zeitraum Düngeintervall Empfohlener Dünger Hinweis
April – September Wöchentlich Flüssiger Blütenpflanzendünger Fördern Sie Wachstum und Blütenbildung.
Oktober – März Alle 4-6 Wochen Halbe Dosis Flüssigdünger oder Kaffeesatz Die Pflanze ruht und braucht weniger.

Diese saisonale Pflege garantiert eine optimale Versorgung. Ihre Kaffeepflanze wird es Ihnen mit üppigem Grün danken.

Vermehrung der Kaffee Pflanze

Aus einer Pflanze werden viele: Die Vermehrung Ihres Kaffeestrauchs gelingt mit zwei einfachen Methoden. Sie können frische Samen aussäen oder Kopfstecklinge bewurzeln. Beide Techniken haben ihre Vorzüge und führen zu gesunden neuen Pflanzen.

Methoden: Aussaat und Kopfstecklinge

Für die Aussaat benötigen Sie ganz frische Kaffeebohnen im Rohzustand. Ältere Samen keimen schlecht oder gar nicht. Weichen Sie mehrere Bohnen über Nacht in zimmerwarmem Wasser ein.

Pflanzen Sie die vorbereiteten Samen am nächsten Tag einzeln in kleine Töpfe. Bedecken Sie sie nur leicht mit Erde. Eine Bodenwärme von 25 Grad Celsius beschleunigt die Keimung.

Bei Stecklingen entnehmen Sie Triebspitzen von einer gesunden Mutterpflanze. Achten Sie darauf, möglichst viele Wurzeln intakt zu lassen. Setzen Sie den Steckling in lockere, feuchte Blumenerde.

Tipps zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit beim Anziehen

Hohe Luftfeuchtigkeit ist für beide Methoden entscheidend. Decken Sie die Töpfe mit perforierter Frischhaltefolie ab. Ein transparenter Beutel schafft ein optimales Mini-Gewächshausklima.

Besprühen Sie die Erde regelmäßig mit weichem Wasser. Halten Sie das Substrat konstant feucht, aber nicht nass. Nach einigen Wochen bis Monaten zeigen sich die ersten Keimlinge.

Die Bewurzelung von Stecklingen benötigt Zeit und Geduld. Erfolgreich bewurzelte Kaffeepflanzen sind oft widerstandsfähiger als ihre Vorgänger.

Methode Erfolgsquote Zeit bis Keimung/Bewurzelung Besondere Anforderungen
Aussaat mit frischen Samen 60-70% 8-12 Wochen Bodenwärme 25°C, frische Bohnen
Kopfstecklinge 80-90% 4-6 Wochen Hohe Luftfeuchtigkeit, intakte Wurzeln

Mit diesen Techniken gelingt die Vermehrung Ihrer Lieblingspflanze zuverlässig. Junge Setzlinge können Sie nach erfolgreicher Bewurzelung in größere Töpfe umsetzen.

Beschneidungs- und Umtopfmethoden

Mit gezielten Schnitt- und Umtopfmaßnahmen halten Sie Ihren Kaffeestrauch gesund und formschön. Diese Pflegeschritte sorgen für optimales Wachstum und beugen Problemen vor.

Wann und wie Sie den Kaffeestrauch schneiden

Ein Schnitt ist bei Ziergehölzen nicht zwingend notwendig. Schneiden Sie Ihren Kaffeestrauch nur, wenn er zu hoch wird oder Sie mehr Verzweigungen wünschen.

Der beste Zeitpunkt für Schnittmaßnahmen ist das Frühjahr oder der Sommer. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für erfolgreichen Neuaustrieb am größten.

Führen Sie einen leichten Formschnitt durch, um die Verzweigung anzuregen. So erreichen Sie eine dichtere Belaubung. Schneiden Sie Blätter und Stängel möglichst nah am Stiel ab.

Versiegeln Sie größere Schnittstellen mit Baumwachs. Das schützt vor Pilzbefall und bakteriellen Infektionen. Kurz vor dem Herbst können Sie die Pflanze auslichten, damit mehr Licht in den Kern gelangt.

Umtopfverfahren und frische Erde

Topfen Sie Ihre Kaffeepflanze alle zwei Jahre um. Junge Exemplare benötigen häufiger einen neuen Topf als ältere.

Das Frühjahr ist der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen. Die Pflanze erwacht dann aus der Winterruhe und beginnt mit neuem Wachstum.

Wählen Sie einen Topf, der 2-3 cm größer im Durchmesser ist als der alte. Achten Sie auf ausreichende Drainagelöcher. So vermeiden Sie Staunässe, die auch bei gemahlenem Kaffee eine Rolle spielt.

Erkennen Sie den Umtopfbedarf an Wurzeln, die aus den Drainagelöchern wachsen. Auch stagnierendes Wachstum trotz guter Pflege signalisiert: Jetzt ist Umtopfzeit!

Ernte der Kaffeekirsche und Verarbeitung der Bohnen

Die größte Belohnung für Ihre Mühe kommt, wenn sich die ersten Früchte zeigen. Dieser Prozess erfordert Geduld, da es mehrere Jahre dauern kann bis zur ersten Ernte.

Erkennung des richtigen Reifegrads

Sie erkennen reife Früchte an ihrer leuchtend roten Farbe. Anfangs sind die Kaffeekirschen grün und verfärben sich während des Reifeprozesses.

Warten Sie, bis sich die Früchte leicht vom Zweig lösen oder von selbst abfallen. Dies garantiert vollständige Reife. Setzen Sie realistische Erwartungen – der Ertrag in deutschen Haushalten bleibt meist bescheiden.

Reife Kaffeekirschen Ernte

Praktische Tipps zur Fruchternte und Bohnenaufbereitung

Öffnen Sie geerntete Kirschen vorsichtig. Jede Frucht enthält zwei graugrüne Samen – Ihre zukünftigen Kaffeebohnen. Entfernen Sie das Fruchtfleisch gründlich, da Reste den Röstgeschmack beeinträchtigen.

Frische Bohnen sind hellbeige bis weiß. Erst durch Rösten erhalten sie ihre dunkelbraune Farbe und das charakteristische Aroma. Rösten Sie die getrockneten Bohnen in einer Pfanne oder speziellem Röster.

Mahlen Sie die gerösteten Bohnen und brühen Sie sie mit kochendem Wasser auf. So genießen Sie Ihren selbst angebauten Kaffee. Langfristig steigern Sie den Ertrag durch widerstandsfähigere Setzlinge von ausgewachsenen Exemplaren.

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Herausforderungen und Schädlinge

Selbst bei bester Pflege können gelegentlich Probleme auftreten. Zu wissen, wie Sie darauf reagieren, ist der Schlüssel zur Gesunderhaltung Ihrer Zimmerpflanze.

Ein gesunder Umgang mit Schwierigkeiten verhindert Schlimmeres. Konzentrieren Sie sich auf Vorbeugung und schnelles Handeln.

Typische Pilzerkrankungen und Befall von Schädlingen

Trockene Raumluft begünstigt Schädlinge wie Schildläuse oder Spinnmilben. Weitaus gefährlicher sind jedoch Pilzerkrankungen an den Wurzeln.

Diese entstehen meist durch Staunässe im Topf. Entfernen Sie deshalb immer überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer.

Ihre Kaffeepflanze teilt Ihnen viel über ihren Zustand mit. Achten Sie auf die Farbe und den Zustand der Blätter.

Braune Blätter deuten auf Kälte oder Zugluft hin. Braune Ränder signalisieren oft zu viel Wasser. Gelbe Blätter können zu viel Licht bedeuten.

Es ist normal, wenn alte Blätter abfallen, um Platz für neue zu schaffen. Viele verfärbte Blätter gleichzeitig sind jedoch ein Warnsignal.

So schützen Sie Ihre Kaffeepflanzen effektiv:

  • Sorgen Sie für hohe Luftfeuchtigkeit, um Schädlingsbefall vorzubeugen.
  • Kontrollieren Sie die Blätter regelmäßig auf klebrige Rückstände oder Gespinste.
  • Behandeln Sie Befall sofort mit natürlichen Mitteln wie Neemöl.
  • Vermeiden Sie Staunässe konsequent für gesunde Wurzeln.

Reagieren Sie schnell auf Veränderungen. Stellen Sie die Pflanze bei Gelbfärbung vom Fenster weg. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit bei braunen Blättern.

Praktische Tipps für den Anbau in 2026

Für optimale Ergebnisse im Jahr 2026 benötigt Ihre Kaffeepflanze spezielle Aufmerksamkeit während der Wintermonate. Diese Phase ist entscheidend für die langfristige Gesundheit.

Pflege im Winter und optimaler Lichtschutz

Von November bis März durchläuft Ihr Strauch eine natürliche Ruhephase. Reduzieren Sie Wasser- und Düngegaben deutlich. Stellen Sie die Kübelpflanze etwas kühler auf.

Achten Sie darauf, dass die Temperaturen nicht unter 15 Grad Celsius fallen. Kälteschäden können sonst auftreten. Coffea arabica bleibt ganzjährig lichthungrig.

Sorgen Sie auch im Winter für einen hellen Standort. Bei Lichtmangel verliert der Strauch Blätter oder wächst schwach. Moderne LED-Pflanzenlampen helfen 2026 in dunklen Monaten.

Gießen Sie deutlich weniger als in der Wachstumsphase. Die Wurzeln sollten niemals komplett austrocknen. Dies führt zum Absterben der Pflanze.

Schützen Sie Ihren Strauch vor direkter Mittagssonne. Verwenden Sie Vorhänge oder platzieren Sie ihn weiter vom Fenster entfernt. Besonders im Frühjahr und Sommer ist dies wichtig.

Bis zur ersten Blüte vergehen in der Regel drei bis vier Jahre. Erste Früchte können noch länger auf sich warten lassen. Geduld ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Profitieren Sie von der beeindruckenden Lebensdauer. Bei richtiger Pflege wird Ihre Coffea arabica bis zu 80 Jahre alt. Sie bereitet über viele Jahre Freude.

Dokumentieren Sie die Entwicklung über die Zeit. So erkennen Sie Pflegemuster und verbessern Ihre Methoden kontinuierlich. Für detaillierte Anleitungen zum eigenen Kaffeeanbau stehen spezielle Ressourcen bereit.

Pflegeaspekt Winter (Nov-März) Sommer (Apr-Okt) Besonderheiten 2026
Temperatur 15-18°C 18-22°C Moderne Raumklimageräte nutzen
Bewässerung 1-2x pro Woche Täglich Feuchtigkeitssensoren einsetzen
Düngung Alle 4-6 Wochen Wöchentlich Organische Langzeitdünger
Lichtbedarf Heller Standort + LED Indirektes Licht Smart Home Lichtsteuerung

Kaffee Pflanze: Arten und Besonderheiten

Die botanische Vielfalt der Gattung Coffea bietet faszinierende Möglichkeiten für Hobbygärtner. Von über 120 bekannten botanischen Varianten haben sich zwei Hauptarten für den Anbau etabliert.

Für Ihre Kultivierung zu Hause eignen sich beide Arten ausgezeichnet. Dennoch gibt es wichtige Unterschiede, die Ihre Wahl beeinflussen sollten.

Unterschiede zwischen Coffea arabica und anderen Arten

Coffea arabica gilt als die beste Wahl für den Hausanbau. Ihre Früchte liefern ein besonders feines Aroma und sind weniger bitter im Geschmack.

Ein entscheidender Vorteil: Diese Art ist selbstfruchtend. Für die Befruchtung benötigen Sie keine zweite Pflanze.

Im Vergleich dazu zeigt Coffea canephora (Robusta) andere Eigenschaften. Robusta ist widerstandsfähiger gegen Hitze und Krankheiten.

Arabica-Bohnen dominieren mit 60-70% den weltweiten Markt. Robusta-Bohnen enthalten hingegen mehr Koffein.

Für 2026 finden Sie im Fachhandel meist die Grundart Coffea arabica. Spezielle Sorten wie ‚Mocca‘ oder ‚Bourbon‘ sind eher für Profianbau relevant.

Merkmal Coffea arabica Coffea canephora
Aroma Fein, weniger bitter Kräftiger, herb
Anbaubedingungen Höhere Lagen, kühler Hitzetolerant, robust
Befruchtung Selbstfruchtend Fremdbefruchtung nötig
Koffeingehalt Niedriger Höher

Für den Einstieg empfehlen wir Coffea arabica. Bei spezialisierten Händlern entdecken Sie 2026 vielleicht weitere interessante Arten.

Fazit

Der Weg zur eigenen Kaffeeernte beginnt mit dem richtigen Verständnis der natürlichen Bedürfnisse dieser exotischen Zimmerpflanze. Sie verfügen nun über umfassendes Wissen für 2026.

Ihre Coffea arabica wird bei optimaler Pflege zu einer beeindruckenden Begleiterin. Halten Sie die wichtigen Grundsätze im Blick: heller Standort, konstante Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit.

Geduld zahlt sich aus. Nach drei bis vier Jahren können Sie mit der ersten Blüte rechnen. Die mögliche Ernte eigener Bohnen macht die Mühe besonders lohnenswert.

Sie sind jetzt bestens vorbereitet, um typische Herausforderungen zu meistern. Von der Vermehrung bis zur Winterpflege meistern Sie alle Jahreszeiten.

Beginnen Sie 2026 mit diesem faszinierenden Projekt oder optimieren Sie Ihre bestehende Kultivierung. Ihre Kaffeepflanze wird Ihnen mit üppigem Wachstum danken.

FAQ

Wie oft muss ich meine Kaffeepflanze gießen?

Gießen Sie, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Im Sommer kann das mehrmals pro Woche nötig sein. Im Winter reduzieren Sie die Wassergaben deutlich. Verwenden Sie zimmerwarmes, weiches Wasser.

Welcher Standort ist für den Coffea arabica ideal?

Ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne ist perfekt. Die Pflanze mag hohe Luftfeuchtigkeit und konstante Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Zugluft sollten Sie vermeiden.

Wann trägt mein Kaffeestrauch zum ersten Mal Früchte?

Mit etwas Geduld können Sie nach etwa drei bis vier Jahren die ersten Blüten und später die roten Kirschen erwarten. Aus diesen gewinnt man die begehrten Samen.

Wie erkenne ich, ob meine Pflanze von Schädlingen befallen ist?

Achten Sie auf verfärbte oder klebrige Blätter. Häufige Probleme sind Spinnmilben bei zu trockener Luft oder Schildläuse. Kontrollieren Sie Ihre Zimmerpflanze regelmäßig.

Sollte ich meine Kaffeepflanze im Winter düngen?

Nein, in den kalten Monaten ist eine Ruhephase wichtig. Stellen Sie die Düngung von Frühjahr bis Herbst ein. Beginnen Sie im Frühjahr wieder mit einem speziellen Dünger.

Kann ich die Bohnen aus meiner eigenen Ernte rösten?

Ja, das ist möglich. Nach der Ernte der reifen, roten Frucht müssen die Samen (Bohnen) gereinigt, getrocknet und dann geröstet werden. Das erfordert jedoch Übung.

Wie oft muss ich umtopfen?

Junge Pflanzen wachsen schnell und benötigen alle ein bis zwei Jahre einen größeren Topf. Ältere Exemplare können seltener, etwa alle drei bis vier Jahre, frische Erde erhalten.
Redaktion